The Bleeding Edge

Für Autoersatzteile gibt es strenge Zulassungsbestimmungen, bei Menschersatzteilen kann man darauf offenkundig verzichten. Verständlicherweise, denn so was hält ja nur auf. In „Rette sich, wer kann!“ habe ich bewusst auf die Betrachtung der organisierten Ersatzteilhersteller und Maschinenfabrikanten verzichtet, die sich Unmengen vergoldeter Pinocchio-Nasen verdienen mit ihrem fast völlig unregulierten Wahnsinn – verzichtet, weil die Mafia-Mechanismen von „Big Device“ die gleichen sind wie von „Big Pharma“, daher gewönne niemand ganz neue Erkenntnisse, zerlegte ich die Maschinenbranche gesondert. Ich empfehle aber ausdrücklich Dick Kirbys exzellente Netflix-Dokumentation The Bleeding Edge (USA 2018). Wer kein Bezahlfernseh mag, muss halt bei seinem „für-17,50-im-Monat-immer-ganz-spät-gratis“ ÖR-Streamingdienst warten, sollte sich aber vorher keine ganz neue hippe Kobalt-Hüfte einbauen lassen.
Die polyglotte Kalauerchance lasse ich schweren Herzens aus, unterstreiche dafür aber gern die Diagnose der NYT: „Indeed, the filmmakers aren’t shouting “Fire” in a crowded theater. For them and their subjects, the inferno has already occurred. Now they’re sweeping up the ashes, and warning of new blazes sure to come.“

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