Ab ins Exil oder ab ins Kinderheim?

Die deutsche Ärzteschaft fordert in einem Beschluss von der deutschen Politik, die „gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe“ dürften „Familien nur mit geimpften Kindern zurückerlangen“. Damit droht renitenten Eltern weit mehr als die familiäre Abschiebung in die Impfapartheit, der weltweit einzigartige deutschen Staatsschulzwang stößt eine ganz andere Tür sperrangelweit auf: Wer sein Kind nicht beschulen lassen kann, weil es ungeimpft ist, droht das Sorgerecht zu verlieren.

Einordnende Rückblende: Ich gestatte mir, Neuleser meines Blog darauf hinzuweisen, dass ich 2016 meine Frau und meine Tochter deportiert habe, nach Frankreich, zu Freunden. Eine unbekannte Täterin hatte damals am Gymnasium einen Anschlag auf meine Tochter verübt , die Kripo ermittelte wegen versuchter schwerer Körperverletzung inklusive Inkaufnahme der Tötung des Opfers, musste ihre Ermittlungen aber sofort wieder einstellen, da die Tatverdächtige erst zwölf Jahre alt war und daher nicht verhört werden konnte. Jugendamt und Psychologen waren auf meiner Seite, als ich eine vorübergehende Beschulung meiner Tochter durch einen Privatlehrer anregte (von mir bezahlt), die Schulbehörde weigerte sich allerdings, irgendwelche Empfehlungen und Gutachten zu lesen und kündigte an, wenn meine Tochter nicht binnen zwei Wochen an einer neuen Schule erschiene, würde man sie meiner Frau und mir entziehen, sie in die Psychiatrie einweisen und geeignet medikamentös betreuen.

Wie die meisten Eltern wusste ich damals nichts allzu Genaues über die diesbezügliche Rechtslage in Deutschland, lernte aber notgedrungen schnell. Daher die Deportation meiner Frau und meiner Tochter. Es ging ja nicht anders.

Meine Tochter hat hernach – in Frankreich lebend, online auf Deutsch beschult (doch, das ist erlaubt) – eine Klasse übersprungen, ihre mittlere Reife mit prima Noten in NRW abgelegt und ist weiterhin eine wunderbare junge Dame mit hoher Sozialkompetenz sowie ihrem IQ in den obersten 5%. Ich gehe davon aus, dass sie diese Kompetenzen sinnvoll einsetzen wird, im Ausland. Die damaligen Vorfälle haben sie für ihr Leben einiges gelehrt, sie wird sich nicht an die Behörden wenden, wenn ihr Unrecht widerfährt, und sie wird sich sicher nicht als Beamtin bewerben. Mich und meine Frau hat der damalige Ausflug all unsere Ersparnisse und Rentenansprüche gekostet. Aber all das schreibe ich Ihnen nicht, weil ich bemitleidet werden möchte (Danke, es geht uns gut, unsere Tochter ist heil, der Rest ist nebensächlich), sondern nur als persönliche Einleitung im Sinne von „wer ist er denn, was weiß der schon?“ – zu jenem jüngst geschaffenen Sachverhalt, den Sie als Eltern zumindest kennen, verstehen und für sich selbst bewerten sollten: dem Beschlussprotokoll der deutschen Bundesärztekammer zum Muttertag 2021. (1)

Von der FASZ tönte noch in den sonnigen Sonntagsmorgen der Titelseiten-„Aufschrei von Lucia Schmidt“ „Befreit die Jugend!“ (Juhuu, aber Spoiler, zwischen den Zeilen: da könnte Impfen helfen), während Astra flächendeckend freigegeben wurde, die WAMS zusätzlich den kommenden „Superimpfstoff“ bereits im Blick hatte und vollständig passend zur neuen Religion Magnus Heier konstatierte „ideal, um viele Menschen zu impfen, wären Kirchen“ (ebenfalls in der FASZ) (2), aber in diesen inzwischen zermürbend normalen Spritzen-Taufrausch mischte sich dann auch von der Seite ein (jedenfalls für mich) alarmierendes Abstimmungsergebnis aus der deutschen Ärzteschaft, denn deren Vertreter hatten mit 210 zu 7 Stimmen (6 Enthaltungen) auf ihrem Ärztetag (online) ganz am Rande einen Beschluss gefasst, der in einer Forderung gipfelt, und zwar dieser: „Die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe erlangen Familien mit Kindern nur mit geimpften Kindern zurück.“

Das kann zwar ein Ärztetag nicht beschließen, aber immerhin so formulieren und von der Politik fordern, dazu braucht es ja nur einen geeigneten Antrag von Mitgliedern. Der Tagesordnungspunkt „Notwendige COVID-19-Impfstrategie für Kinder und Jugendliche 2021/2022“ beinhaltet im Wesentlichen dieses Fazit betreffend unsere „14% unter 16jährigen“ Mitbürger: „Auch Kinder und Jugendliche haben deutliche gesundheitliche Risiken infolge einer SARS- CoV-2-Erkrankung. Deshalb muss die Immunität auch für diese Gruppe durch eine Impfung und nicht durch eine Durchseuchung erzielt werden.“ (…) „Das Recht auf Bildung mit Kita- und Schulbesuch kann im Winter 2021/2022 nur mit einer rechtzeitigen COVID-19-Impfung gesichert werden. Ohne rechtzeitige Impfung, insbesondere auch für jüngere Kinder, führt ein erneuter Lockdown für diese Altersgruppe zu weiteren gravierenden negativen Folgen für die kindliche psychische Entwicklung.“

Die damit zusammenhängenden Forderungen sind regelrecht logisch: „Der 124. Deutsche Ärztetag 2021 fordert die Bundesregierung auf, unverzüglich eine COVID-19-Impfstrategie für Kinder und Jugendliche zu entwickeln und vor Einsetzen des Winters 2021/2022 umzusetzen. Dazu gehört es u. a., die Forschung zu Impfstoffen für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sofort und nachhaltig mit ausreichenden finanziellen und organisatorischen Maßnahmen zu fördern, hinreichend adäquate Impfstoffe zu bestellen und zeitnah auszuliefern, proaktiv mediale Kommunikation für die Impfung von Kindern und Jugendlichen vorzubereiten und umzusetzen sowie Kinder- und Jugendärzte in Praxis, Klinik und Öffentlichem Gesundheitsdienst (ÖGD) und Hausärzte als Drehscheibe für Kommunikation und bei kurzfristiger Impfdurchführung zu unterstützen.“

Zugegeben, es liest sich ein bisschen sonderbar. Die „unverzügliche Impfstrategie“ zu entwickeln, das könnte ja auch die Pharmaindustrie fordern oder eben die Regierung von den Ärzten, aber, mei, es können ja auch andersrum mal die Ärzte was von der Regierung fordern, so kann die Regierung auf den Druck der Ärzte reagieren und trifft keine politisch motivierte Entscheidung, sondern beugt sich dem Druck von echten Fachleuten. Dass Ärzte in dem Zusammenhang dann auch gleich noch von der Regierung fordern, diese solle ihre Propagandamaschine zusätzlich anfeuern („Ärztetag (…) fordert die Bundesregierung auf (…) proaktiv mediale Kommunikation für die Impfung von Kindern und Jugendlichen vorzubereiten und umzusetzen“) fällt dem unschuldigen Betrachter sicher auch nicht als ungewöhnlich auf, ebenso wenig dürfte dieser bemerken, dass die 210 zu 7 Ärzte ja de facto mit Nachdruck verlangen, ihre Regierung möge Minderjährige zur Teilnahme an einer laufenden Medikamentenstudie förmlich nötigen. Der altmodische Grundsatz „primum non nocere“ scheint unter den Tisch gefallen zu sein, der Nürnberger Kodex gleich mit, aber wo wir schon mal da sind, unterm Tisch, wollen wir doch auch gleich noch konstatieren, welche sonderbare Sonderstellung hier die deutsche Ärzteschaft einnimmt als weltweite Speerspitze der Pandemiebekämpfung mittels Durchimpfung der Gesamtbevölkerung von der Wiege an.

Hier ist sicher nicht der Ort, diese besondere deutsche Neigung etwas gründlicher auszuleuchten (3), belassen wir es dabei, dass wir eben hervorragend solidarisch sind und generell zu mehr Opfern bereit als die Bewohner anderer Länder. Uns stört es nicht, in einem Niedriglohnland zu leben und die weltweit höchsten Strompreise zu zahlen, wenig Wohneigentum zu besitzen und kaum Rentenansprüche (4). Und auch in Sachen Gesundheit gehen wir gern geschlossen voran, wir werden zwar nicht so alt wie die Menschen in all unseren Nachbarländern (5), haben aber dafür das schönste und teuerste Gesundheitssystem. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Entscheidend an Antrag und Beschluss der 210 zu 7 Ärzte aber ist, nochmals wiederholt: „Die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe erlangen Familien mit Kindern nur mit geimpften Kindern zurück.“

Was nur – schlimm genug – wie die Forderung nach Impfapartheit klingt, enthält aufgrund des deutschen Sonderweges in Sachen Schulpflicht fast unsichtbar eine größere Portion TNT. Denn den meisten Eltern ist nicht bewusst, dass die Staatsschulgebäudeanwesenheitspflicht, begründet mit einem übrig gebliebenen Gesetz von 1938, ansonsten weltweit eigentlich nur in Nordkorea gilt (6). Sprich: Stellten zum Beispiel französische Ärztevertreter eine so beispiellose Forderung an die eigene Regierung wie die deutschen Ärzte, bliebe den Eltern die Option, Ärzten wie Regierung einen Apartheitsvogel zu zeigen und sich selbst wie dem eigenen Kinde zu sagen „gut, wenn diese Typen alle durchdrehen, dann beschulen wir dich halt zu Hause oder privat.“

Das aber ist in Deutschland unmöglich – und strafbewehrt. Will sagen: Es besteht keine Impfpflicht (natürlich nicht! Niemals!), aber es besteht Schulpflicht. Darf nun das Kind nicht am Schulunterricht teilnehmen, weil es ungeimpft ist und so andere gefährdet („Auch Kinder und Jugendliche haben deutliche gesundheitliche Risiken infolge einer SARS- CoV-2-Erkrankung“) muss das gefährdende Kind dennoch am Schulunterricht teilnehmen. Nimmt es nicht teil und sorgen die Erziehungsberechtigten nicht dafür, dass das Kind seiner Pflicht nachkommt, wird den Eltern das Sorgerecht entzogen. Der Staat übernimmt dann mittels Heimunterbringung und sorgt fürs Kindeswohl – dazu gehört, natürlich, die Impfung, denn nur die schützt das Kind vor schwerer Erkrankung sowie der für die Kindesseele so schädlichen Isolation von Gleichaltrigen. (Wer wollte bestreiten, dass es im Schlafsaal viel schöner ist als zu Hause, so allein im Kinderzimmer).

Eltern bleibt mithin in dieser weltweit fast einzigartigen Pflichtenkonstellation nur die Wahl, ihr minderjähriges Kind als Versuchskaninchen zur Verfügung zu stellen und bei sich zu Hause zu behalten, oder ihr Kind als Versuchskaninchen zur Verfügung zu stellen und in staatliche Fürsorgehand zu verlieren.

Gleich wie: Die Option, im Namen des Kindes die Impfung zu verweigern, besteht ausdrücklich nicht – sofern die Ärzte mit „ihrer“ Forderung bei der Regierung Gehör finden, also einer Forderung, die, wie bereits oben bemerkt, rein zufällig klingt, als sollte sie doch eigentlich von Seiten der Pharmaindustrie und Regierung an die Ärzteschaft herangetragen werden. Aber gut, das sind Petitessen, wen kümmert´s noch, wer was von wem verlangt, wenn doch alle das gleiche Maß an Vernunft permanent unter Beweis stellen.

Welcher Ausweg bleibt Eltern, die irrglauben, sie verstünden irgendwas von Kindeswohl oder würden gar ihr eigenes Kind gut kennen? Die Gründung eigener, freier, ungeimpfter Schulen? Beileibe nicht, denn der Staat entscheidet, was an diesen Schulen erlaubt ist und was nicht. Im übrigen schlage man sich derartige Ideen auch schon deshalb sofort aus dem Kopf, weil die Mehrheit solche, weitere Pandemien treibenden Superspreaderzentralen im Leben nicht in der eigenen Nachbarschaft dulden würde. Vergessen wir nicht, dass die klügste Stimme unserer Massen, Propagandaphilosoph Richard David, nicht erst 2021 die Maske hat fallen lassen, sondern schon 2013 in „Anna, die Schule und der liebe Gott“ ganz grundsätzlich schwerste Stellung bezogen hat gegen jeden Versuch verrückter Eltern, die Staatsschulpflicht wie überall auf der Welt als Bildungspflicht (der Eltern ihrem Kind gegenüber) zu verankern: diese Idee ist, weiß Precht, „abwegig“ und „in jeder Hinsicht asozial“, jede nicht-staatliche Bildung verfehlt ihr Ziel, denn: “Einübung in demokratische Staatsbürgerlichkeit sieht anders aus.“ Daher forderte Precht schon 2013 die „Allgemeine Kindergartenpflicht vom dritten Lebensjahr an (…) diesen nicht allzu hohen Preis müssen sie (Eltern, die ihre Kinder in diesem Alter gern bei sich zu Hause behalten möchten) für das Allgemeinwohl und die Zukunft des Landes zahlen.“ (7)

Die nasale Stimme des Volkes wusste zu ergänzen, weise wie stets: „Jeder Widerstand gegen diese „Kindergartenpflicht (…) wird sich schnell überleben.“

Jawoll. Fragt sich nun nur: Der Widerstand gegen die verkappte Impfpflicht auch? Vermutlich. Aber dann bleibt, jedenfalls bis zur Formierung des „Team Mensch“ (8) als alles verändernder Kraft, Eltern minderjähriger Kinder tatsächlich keine Wahl – sofern sie das Kindeswohl anders definieren als Staat und Staatsphilosoph, können sie nur noch den Ausweg wählen, den meine Familie und ich damals wählen mussten. Der Preis ist hoch, wohl wahr, es droht die eigene materielle Vernichtung. Wir haben diesen Preis damals gezahlt, weil es um Leben und Tod unserer Schutzbefohlenen ging, denn unsere Tochter verkörpert die Zukunft.

Aber damit dieser kleine Zwischenruf geeignet versöhnlich endet, will ich ihn gern mit der Versicherung beschliessen, dass ich selbstredend Gespenster sehe (wenn auch nicht unter den Betten meiner Kinder), zur Obrigkeitsskepsis neige, zum Radikalhumanismus und obendrein glaube, besser als ihr, der Staat, zu wissen, was meine Kinder so brauchen an Zuwendung, Geistes- und Herzensbildung. So will ich also gern einräumen, dass ich Teil einer Minderheit bin – und wünsche der Mehrheit von ganzem Herzen, dass ihre unausgesprochene Hoffnung sich erfüllt, dieses ewig zwischen allen Zeilen schwingende: „Ach, es wird schon gutgehen.“

Es wird sich zeigen. Aber kommt mir nicht zum Studienende 2023 mit der Klage „Das hätte uns ja auch mal einer sagen können.“    

(1) https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/124.DAET/Beschlussprotokoll_Stand_06.05.2021.pdf, S. 31

(2) FASZ, 9. Mai 2021, „Macht hoch die Tür“ – „Ideal, um viele Menschen zu impfen, wären Kirchen.“ (S. 60) Gastautor Magnus Heier ist Facharzt für Neurologie in Castrop-Rauxel, also sicher Experte für Impfungen, Grundrechte und Religion.

(3) Siehe Wer, wenn nicht Bill/Wir!, S. 22 ff (Rubikon 2021)

(4) Ebd.

(5) Vergl. Rette sich, wer kann! (S. 26 ff), Westend 2019

(6) Hurra, hurra, die Schulpflicht brennt. Rubikon, 15. April 2017

https://www.rubikon.news/artikel/hurra-hurra-die-schulpflicht-brennt

(7) S. David Richard Precht, Anna, die Schule und der liebe Gott, Goldmann 2013, S. 297-299

(8) Siehe „Wer, wenn nicht Bill/Wir!“

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Diesseits von Utopia, das Jenseits fest außer Sicht

Ich mag Erdbeeren, aber nur meine unbehandelten (Corona). Die hiesigen Rehe (12) mögen Erdbeeren auch, sogar ungeborene, also grüne Minifürchte und das dazugehörige Grün. Somit ist mein Plan, im Mai meine eigenen Erdbeeren zu essen, weitgehend vom Tisch, denn um das Beet hält bereits ein 50 Zentimeter hoher Maschendrahtzaun Mäuse und Schnecken leidlich zurück (die Mäuse können hervorragend buddeln), ein zusätzliches Vogelnetz soll nun den Rehen die Blattfresserei erschweren, aber, nicht vergessen, es kämpft natürlich auch dauernd Unkraut im Beet mit den Erdbeerpflanzen um den Platz, und von den nicht totzukriegenden Brombeeren will ich gar nicht erst anfangen. Geschweige denn vom Spinat in den Hochbeeten (weg, Rehe), geschweige denn von den schönen winzigen Kohl-Pilotblättern (weg, Schnecken).

Will sagen: 1) Mein unmöglicher Nutzgarten bleibt eine schöne Übung in Demut. 2) Michel Jacobi kann das alles wesentlich besser. Michel steht aber auch morgens um 5 auf und geht abends um acht schlafen. Sofern er nicht ausnahmsweise zoomt. In diesem Fall (Link unten) mit mir. (Danke :).

Ich wusste nicht, dass Robert Habeck in Schleswig-Holstein so enorm viel Land verwaltet. Ich wusste allerdings schon, dass man sich hierzulande nicht einfach Schlafhütten aufs Grundstück stellen darf und Pferde oder Ziegen daneben, die bürokratischen Hürden sind, logisch, unüberwindbar. Doch, ich hatte vor 3 Wochen mal gegoogelt, unter welchen Umständen ich hier Landwirtschaft, Tierhaltung und Tiny Houses verbinden könnte, kurz: Mwuharrharr! Denn, klar: Wo sind wir denn hier? Na, eben, draußen nur Kännchen, Trinken nur mit Strohhalm, und Sterben ist sowieso verboten, auch drin.

Die eine Bemerkung von Michel will ich aber vorweg spoilern und anders kommentieren, als ich´s im Gespräch getan habe. Michel wies nämlich darauf hin, in der naturnahen Gemeinschaft, in er und seine Familie in Karpatien leben, erreichten viele der „Babas“, der weisen alten Frauen, ein weit höheres Alter als anderswo in der Welt, manche würden sogar 80, 85. Bei guter Gesundheit. Hierzulande sterben wir an allem möglichen, im Schnitt mit 82. An Corona im Schnitt mit 84. Anders als Michel finden wir das aber nicht im Positiven bemerkenswert. Unser Durchschnittsalter ist doch kein Alter.

Katia wäre mit 50 fast auf der Strecke geblieben und weiß, dass sie, mit viel Glück, noch 15 Jahre hat. Ich wäre mit 40 fast auf der Strecke geblieben und hoffe ebenfalls auf die 65. Mein hiesiger Nachbar, fleißiger Obstbauer, ist 60, hat schon zwei Infarkte hinter sich und weiß, dass er wie all seine männlichen Vorfahren an Herzversagen sterben wird. Möglichst, wenn es nach ihm geht, im Feld. Und möglichst noch nicht so bald. Aber er freut sich, dass er nicht mit 80 im Heim sitzen wird. Würde er nie machen. Notfalls hat er ja sein Gewehr.

Die 80jährige Mutter einer Freundin unserer Familie, bis vor 4 Wochen kerngesund, hatte netterweise die Pflege eines vorher Freundes übernommen, ebenfalls 80, kerngesund, dann aber frisch doppelgeimpft und schwer angeschlagen. Das Pflegen reichte allerdings nicht, nach einigen Tagen musste der Freund ins Krankenhaus, Diagnose Covid, die inzwischen hustende Freundin wurde mit untersucht, ebenfalls Covid, mit der höchsten Virenlast, die die behandelnden Mediziner bis dato gesehen hatten. Beide landeten auf der Intensivstation, der geimpfte, Viren aushustende Freund überstand die Lungenentzündung um Haaresbreite und ist wieder zu Hause, seine pflegende Freundin nicht. Nach einer Woche im künstlichen Koma, mit Schlauch in der Lunge, wollte man die Patientin wieder aufwecken, stellte fest, dass die Lunge nicht mehr funktioniert, nun muss man der Tochter beibringen, was das bedeutet. Die Tochter hatte bis vorgestern noch nie darüber nachgedacht, dass ihre Mutter sterben könnte. Sie ist doch noch jung, erst 80.

Die Mutter der Frau meines Vaters (83) ist 101. Ihre Kinder, um die 80, erwägen jetzt, sie doch mal in ein Heim zu bringen, denn das dauernde Krankenhaus-Rein-Raus ist für alle Beteiligten mühsam.

Und ich frage mich die ganze Zeit, was denn bloß los wäre, wenn wir akzeptierten, dass man mit 80, 85 Jahren ein langes und schönes Leben hatte. Das natürlich weitergehen kann. Oder auch nicht. Frage mich, was denn bloß los wäre, wenn wir auch nur den Hauch einer realistischen Einstellung zum Leben und zum Tod hätten. Frage mich, was dann los wäre, wegen „Covid“, und frage mich nicht, sondern weiß, was los wäre: Nichts.

-> Auf ein paar abendliche Worte mehr mit Michel Jacobi, Schleswiger Landwirt und Tierzüchter in Karpatien

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Leseempfehlung zur Leseempfehlung

https://www.rubikon.news/artikel/big-brother-bill

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Zu Risiken und schweren unerwünschten Nebenwirkungen …

Ich lasse das jetzt endgültig mit dem Versuch, weitere Artikel zu schreiben, will nur noch teilen, was ich hinten im Ordner X beim Aufräumen gefunden habe, denn daran schließt sich die Frage an „Was habt ihr denn erwartet?“.

Im Epidemiologischen Bulletin 2/21 des RKI (14. Januar; https://www.rki.de/…/Archiv/2021/Ausgaben/02_21.pdf…) sind die Studiendesigns von Biontech erläutert, inklusive der SAE (S. 31 ff), also der schweren unerwünschten Nebenwirkungen (im sehr kurzen Beobachtungszeitraum, siehe bei Bedarf den Punkt „Studienendpunkte“). Das RKI führt aus, Biontech habe seinen Wirkstoff gegen das Placebo Kochsalzlösung getestet, was zumindest interessant ist, denn die lebensbedrohlichen Nebenwirkungen liegen in der Placebogruppe höher als in der Verumgruppe. (Anders gesagt: Sofern hier wirklich Wirkstoff mRNA versus Wirkstoff NaCl verimpft wurde, besteht gegebenenfalls ein Problem mit der Trägersuppe, in der die Stoffe schwimmen, denn anders sind 23 lebensbedrohliche Nebenwirkungen bei Verabreichung von Kochsalz schwerlich erklärbar. Klingt aber gut: Wirkstoff hat genauso wenig SAE wie das Placebo. Lies: genauso viele.)

Egal. Jedenfalls hier. Das Placebo kann uns ja nicht gefährlich werden, das wird nicht verimpft. Beim Nicht-Placebo ist es im kurzen Beobachtungszeitraum unter 21.621 Probanden zu 126 schweren unerwünschten Nebenwirkungen gekommen, davon waren 21 lebensbedrohlich. Klingt harmlos, frei nach Karl, bisschen Schwund ist ja immer, aber 21 von 21.000 bedeutet eben 1:1000. Heißt: Schon aufgrund der veröffentlichten Daten aus der Ministudie, kurzer Nachbeobachtungszeitraum, war und ist damit zu rechnen, dass jeder tausendste Biontech-Geimpfte lebensbedrohliche Nebenwirkungen erfährt, bei der gewünschten Durchimpfung von 83 Millionen wären das also 83.000 Menschen, die wegen des Biontech-Stoffs im Krankenhaus landen, und mit „lebensbedrohlich“ hoffentlich auf der Intensivstation, denn dazu sind Intensivstationen da.

Sollten die zu erwartenden „hohen Schweregrade“ (71 auf 21.000) ebenfalls intensiv versorgt werden müssen, wären das bummelig weitere 300.000 Patienten.Von den nicht untersuchten, gegebenenfalls etwas später eintretenden Fällen fange ich hier gar nicht erst an, das wäre unseriös. Da sind weitere Studien erforderlich, aber die laufen ja zum Glück permanent 🙂.

Will sagen: etwa 350-380.000 der dieses Jahr „intensiv“ landenden Fälle können wir – offiziellen Verlautbarungen über die Studien zufolge – den Impfungen zurechnen. Das ist kein Geheimnis und wird sicher auch so kommuniziert. (Offenlegung: Ich verfolge die Meldungen des Mainstream nicht mehr so genau).

Und jetzt schmeiße ich auch den Recherche-Ordner weg und kümmere mich um mein Gemüse (sehr ärgerlich, der Spinat ist verhagelt) und erst recht um meine Menschen. Wollt´s ja nur noch mal gesagt und geteilt haben, im kleinen Kreis. (Passt auf euch auf).

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Zum Bill und zum Buch

Zum Artikel und zum Gespräch geht´s hier. Mit Dank an Jens (für den freundlichen Besuch) und Elisa (für den freundlichen Text).

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Team Mensch vs Team Bill

Was wird, was gibt‘s? Herbsturlaub, all inclusive, oder Bürgerkrieg, ebenso? Inflation oder Deflation? Aktien oder Wodka? Tesla oder Fahrrad? Saatgut oder Gold? Wo parken, wenn die Barrikaden brennen? Und was horten, Armbrüste oder Keulen? Sind unsere Renten sicher oder sicher weg? Was ist morgen noch normal? Was wird? Was gibt‘s? Und was nie mehr?

Die „alte Normalität“ ist Geschichte und kehrt nicht zurück. Wie aber wird die „neue“ aussehen? Wer gestaltet die neue Welt?

Wer, wenn nicht Bill? Einer muss es doch machen. Und wer wäre besser dafür geeignet als der reichste und einflussreichste Gutmensch der Welt? Seine Visionen sind grandios. Ja, er und seine Freunde versprechen uns tatsächlich das Paradies: eine schöne neue Welt. Die Sache hat allerdings ein paar Haken. Und so sind wir bereits mitten im Endspiel um unsere Zukunft, zwischen Sterblichen und Unsterblichen, zwischen „Team Bill“ und „Team Mensch“. Dabei geht es nicht um Viren, sondern um alles.

Erbitte Weitersagung und möglichst viele Vorbestellungen.

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After Dark (12/20)

Wir wollten über „Die Apotheker“ reden, aber das hat dann nur am Rande geklappt, weil mir auf dem Weg ins Studio der Rundfunk so viele tolle Dinge über Impfungen erzählt hat, die ich noch gar nicht wusste. Und weiterhin im Wortsinn ganz unglaublich finde. Überdies monierte meine Tochter nach dem Live-Stream zurecht, dass ich auf Jens Lehrichs textsichere Silbermond-Referenz gar nicht reagiert habe. Und dass wir gar nicht so viel über „Die Apotheker“ gesprochen haben, obwohl doch das Buch wirklich gut ist und das alle lesen sollten. Da kann man aber nichts machen, Live ist live. War. Ist aber noch da, falls jemand nachsehen möchte. Mir scheint, es war inhaltlich gar nicht so ganz irrelevant. (Danke, Jens).

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