Quintessenzen (Web)

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3 Antworten auf Quintessenzen (Web)

  1. Marc sagt:

    Hi Sven,

    habe per Zufall die Sendung im WDR gesehen und war ziemlich begeistert von Deiner Geschichte und Deinen Aussagen. Leide selber schon lange unter einer anderen schweren Autoimmunerkrankung und habe auch konsequent die Standardbehandlungen abgelehnt, mit dem Erfolg, dass es mir heute viel besser geht und Ärzte die als unheilbar geltende Krankheit nach 20 Jahren nicht mehr feststellen können. Dennoch ist mein Gesundheitszustand noch nicht perfekt und ich arbeite weiter daran. Muss aber auch sagen, dass es unglaublich schwer ist, wenn man voll arbeitet! Dabei habe ich noch nen Job, der mir relativ viel Zeit lässt. Aber was hilft es, wenn man früh raus muss und um drei dann einfach erschöpft ist. Das ist schon ein riesiges Problem für viele, dass sie solange es geht einfach voll arbeiten müssen. Die Krankheit zum Teil auch verheimlichen müssen, weil man niemanden diskriminieren darf, es sei denn er ist krank. Krankheit schützt laut Grundgesetz offensichtlich nicht vor Diskriminierung. Im Gegenteil die Gesellschaft will sich vor Kranken schützen, die sie und potentielle Arbeitgeber gefährden. Die Pharma freut sich, wenn sie Menschen krank, aber arbeitsfähig halten kann. Und wenn die Arbeitsfähikeit verloren geht, dann fällt man ganz schnell aus dem System. Du hast in der Sendung von Menschen gesprochen, die den Weg zur eigenen Gesundheit noch erfolgreicher und monseqjenter gehen als Du. Gibt es dazu Infotmationen auf Deiner Seite oder Links?
    Liebe Grüße
    Marc

    • Sven Böttcher sagt:

      Hi Marc,

      in Sachen MS: George Jelinek – Overcoming Multiple Sclerosis und/oder Recovering from Multiple Sclerosis, in letzterem diverse erstaunliche „Fallgeschichten“. Leider nicht auf Deutsch, weil MS halt eine „Nischenkrankheit“ ist (wie einer meiner potentiellen Verleger mal Sachbuch-ablehnend meinte).
      Im übrigen: Zustimmung. Die Diskriminierung ist ein Riesenproblem, ein „Outing“ als „unheilbar“ Kranker (also potenzieller Betriebsstörer) ist wirklich nicht ungefährlich. Das ist sogar für die Dokumentation der „geheilten“ Fälle ein Problem, denn natürlich halte ich mich an die Ansagen, derlei Stories eben nicht zu kommunizieren (jedenfalls nicht mit Namensnennung): Wer MS hat und nichts davon merkt, sollte also tunlichst niemand davon erzählen, sonst verliert man ja auch gern mal Job und/oder Freund/in. Dummerweise erfahren so die frisch MS-Diagnostizierten gar nicht, dass es diese „Geheilten“ oder „total Stabilen“ überhaupt gibt. Unschön, aber wahr. Wer ändert´s? Sag ihm oder ihr: ich mach mit!
      Best
      S.

  2. Optimistische sagt:

    Hallo Sven,

    folgendes hatte ich bereits gestern in der WDR-Mediathek zu deinem Film kommentiert:

    Als „lebender Beweis“ kann ich allen Betroffenen und Angehörigen nur Mut machen, dass man auch OHNE MEDIKAMENTE mit MS leben und auch GUT leben kann.
    Ich habe seit mindestens 45 Jahren MS (habe sie schon als Kind bekommen) und habe nie Medikamente genommen oder eine Basistherapie gemacht!

    Noch immer arbeite ich voll (was ich auch das ganze Leben lang getan habe), treibe Sport, lebe und ernähre mich gesund und – erfreue mich eines schönen Lebens mit lieben Menschen um mich herum. Ein gesundes soziales Umfeld ist die beste Medizin, habe ich erfahren.
    Schübe kamen bzw. kommen bei mir nur im Zusammenhang mit sehr starken, seelischen Belastungen, die zum Glück in den letzten Jahren immer weniger wurden.
    Positiv denken und negativen Stress vermeiden (was natürlich nicht immer gelingt) ist besonders wichtig und lebenserhaltend!
    Alles Gute auch euch da draußen! Und bitte spritzt euch nicht kaputt! 😉
    ———————-

    Meine Schübe waren wahrlich nicht immer nur leicht… Bisher bin ich immer wieder „aufgestanden“, und auch heute merkt man mir noch nicht die Krankheit an.

    Eins muss ich auch noch loswerden, falls hier „pharmagesponserte“ Neurologen mitlesen:
    Es macht mich richtig wütend, wenn ein Neurologe, nachdem er meine Anamnese kennt, tatsächlich zu mir sagt: „Nun wird es aber langsam Zeit, dass Sie mit einer Basistherapie anfangen, sonst landen Sie bald im Rollstuhl!“

    Übrigens gab es nicht nur EINEN solchen Neurologen in meinem Leben… Und die meisten MS-Betroffene kennen diese „Drohungen“.
    Inzwischen habe ich keinen Neurologen mehr. Meine Hausärztin kann wahrlich besser für meine Gesundheit sorgen.
    MS-Ärzte finden keinen Platz mehr in meinem Leben!

    Ein schönes Wochenende wünsche ich dir und deiner Familie!!!
    Genießt das Zusammensein und euer Familienglück! DAS ist die beste Medizin!

    Liebe Grüße von einer äußerst optimistischen MS-lerin! 🙂

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