Schlecht beraten, falsch abgebogen, voll erwischt

Selten. Je nach persönlicher Tagesform hält man The Counselor, den letzten Film von Ridley Scott (R) und Cormack McCarthy (B) entweder für a) ein peinliches Machwerk zweier greiser Säcke, die jenseits von Gut und Viagra grummelnd Angst vor Frauen haben und deshalb on screen schöne Schauspielerinnen durch erniedrigende Szenen und einen fahrigen Plot dirigieren, oder b) für ein echtes Meisterwerk, das nur aussieht wie a), tatsächlich aber die gelernten Erzählkonventionen extrem kunstvoll und gelungen bricht – und sich im dritten Akt als verstörendes und vernichtendes Drama um ein weibliches Raubtier von epochaler hungriger Schönheit entpuppt.

Ich neige leicht verwirrt zu b. Liegt vielleicht aber auch daran, dass ich in Minute 50 den extended cut weggelegt und die Kinoversion zu Ende gesehen habe, mit ab eben Anschlußpunkt Minute 44 mit wachsender entsetzter Begeisterung.

Oder ist der Film a) und b)? Gleichzeitig „1 Stern“ und „10 Sterne“? Geht das? „Auf Wiedervorlage“ ab. Hilfestellungen? Immer her damit …

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