MS für Anfänger

Wie gewünscht & versprochen anhängend (und rechts als fester Link) meine paar unmaßgeblichen Anmerkungen zur MS (für Anfänger, die keine Fortgeschrittenen werden wollen). Ich bitte um Nachsicht, falls sich noch hier oder dort Tippfehler (oder gar sachliche Fehler) eingeschlichen haben und hoffe auf Ihre Korrekturen, Ergänzungen und Richtigstellungen.

Download (.pdf): MSfAn_V3

Besten Dank. Mögen die paar Seiten auf Ihre gesammelten Fragen Auskunft geben – und mögen sie dem einen oder anderen nützen.

P.S.: Änderungen und Ergänzungen gegenüber den Versionen 1 – 2c sind eingefügt (19.02.). Vielen Dank für Ihre Anmerkungen. (Weitere Updates folgen, als tragbares e-book gibt´s den Text auch, für den Amazon Kindle, und zwar per Klick auf das Cover -> rechts in der Leiste (ziemlich weit oben). Mich erreichen etwa 2 € der 2,99 €, die das 60-Seiten-„Buch“ Sie kostet. Was an Einnahmen zusammenkommt, wird gesammelt und kommt garantiert MS-Betroffenen zugute (nicht nur diesem einen, keine Sorge).

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5 Antworten zu MS für Anfänger

  1. Sittingfool sagt:

    Das ist ein großartiger Text! Da paart sich Intelligenz mit Reife, Empathie und gehöriger Sachkunde – eine klasse Kombination. Ich kann das aus dem Rückblick alles bestätigen. Wer die Diagnose bekommen hat, liest meistens unheimlich viel. Ich wünsche allen in dieser Lage, zuerst auf diesen Text von Sven Böttcher zu stoßen, man wird kaum etwas wertvolleres finden können. Pflichtlektüre für Einsteiger.
    Frank

  2. Annelie sagt:

    Ich bin total begeistert von dem Text „MS für Anfänger“.
    Habe mich in allem wiedergefunden und kann eigentlich allem nur zustimmen. An vielen Stellen habe ich auch herzkräftig lachen müssen, weil mir vieles auch so wiederfahren ist.
    Ich zähle mich zu den „MS-Erkrankt-Geheilten“ die nicht in Internetforen vorkommen, da mich das Thema mittlerweile nicht mehr interessiert.

    Die gesicherte Diagnose habe ich 2004 nach „Doppeltsehen“ (mit Augenmuskellähmung) und einem späteren Hörsturz erhalten. Ich wurde mit Cortison im Krankenhaus behandelt. Die „Diagnose MS“ hat mir damals den Boden unter den Füßen weggezogen, ich war völlig verzweifelt.

    Auf meine Frage an die Ärzte was ich nun tun könnte, wurde mir gesagt: „All zu viel Aktionismus hilft Ihnen hier nicht.“ Ich hasse diesen Arzt heute noch für diese Worte. Denn ich war voller Tatendrang, mich dem prophezeiten Schicksal nicht „wie ein Kaninchen vor der Schlange“ zu ergeben. Diesem Arzt würde ich heute gern sagen: „Das was Sie mir prophezeit haben, ist alles nicht eingetroffen. Und es war gut, nicht auf Ihren „Rat“ zu hören. Alle hatten es als „grob fahrlässig“ betrachtet, nicht mit dem „Spritzen“ anzufangen.

    Ich sollte einen Monat nach der Diagnose zum „Spritzen lernen“ (Betainterferone) wieder in die Klinik kommen. Diesen Monat habe ich dann genutzt, mich umfassend zu informieren. Unter anderem habe ich Dr. Weihe zu einem Vortrag in einer MS-Selbsthilfegruppe aufgesucht. Er riet mir abzuwarten und nicht mit Kanonen auf Spatzen“ zu schiessen. Habe alle verfügbaren „alternativen“ Bücher über MS in diesem Monat gelesen. Danach hatte ich mich in eigener Verantwortung entschlossen, einfach nicht zu diesem „Spritzenlern-Termin“ im Krankenhaus zu erscheinen.

    Sehr geholfen hat mir auch, die Internetseite von Yvonne Radtke. Habe damals alle Texte dort gelesen und verschlungen. Viele Bücher die Sven in seinem Text am Ende erwähnt hat, habe ich auch gelesen.

    Was ich getan habe:
    Ich habe meine Ernährung umgestellt. Ich esse sehr selten Fleisch, dafür lieber Fisch, trinke null Alkohol. Allerdings trinke ich sehr gern Milch (dafür mit 0,3% Fettgehalt), was ja im Artikel nicht so gut wegkam. Aber ich bin richtig süchtig danach. Was soll man machen.

    Monatlich bekomme ich eine Vit.B 12-Spritze und das schon seit 2004.
    Als sich bei mir 2006 wieder ein Schub (Taubheitsgefühl in einem Bein) ankündigte bin ich voller Sorge und Verzweiflung zu einer Heilpraktikerin gegangen, die mir dann hochdosiert Vitamin B 12 gespritzt hat. Am nächsten Tag waren die Symptome, wie durch Zauberhand verschwunden. Man hätte an ein Wunder glauben können.

    Ich versuche mehr zu schlafen und mich mehr zu bewegen. (Nordic-Walking)
    Außerdem mache ich gelegentlich Yoga und Entspannungsübungen. Ich merke, dass mir die Ruhe hilft.
    Wichtig ist mir, dass ich nie in einer Selbsthilfegruppe war; aus Überzeugung.

    Und, toi toi toi, ich hatte keinen Schub mehr. Mir geht es super, ich denke nicht mehr über MS nach. Für mich ist das Thema „abgehakt“.
    Bin bei seit Jahren bei keinem Neurologen in Behandlung. Ich habe eigentlich alles ignoriert, was mir die Schulmediziner geraten haben. Und ich bin damit gut gefahren.

  3. Karin Barth sagt:

    vielen Dank für den Text „MS für Anfänger“ und Annelies‘ Kommentar. Ich war schon in dem „Spritzenhamsterrad“ (Fa. Merck Senoro, Rebif) mit schönen Nebenwirkungen – jetzt ist mir klar, dass sich mein Körper mit Fieber gewehrt hat. Mit Mitte 20 wurde eine Punktion in Dietenbronn (Neurologie Klinik) und MRT bei mir gemacht (ich hatte eine Sehnervenentzündung und immer eine größer werdende schwarze Wand auf meinen Augen), erst der 3. Augenarzt erkannte dies und ich wurde mit viel Cortisoninfusionen behandelt. Dannach war wieder alles gut. Jahre später kam wieder ein Schub und eine erneute MRT Aufnahme, gab dem Neurologen aus Ravensburg Gewissheit, dass ich jetzt behandlungsbedürftig sei. Die Läsionen haben sich vermehrt und schon stand eine MS Krankenschwester auf der Matte und erklärte mir, wie ich die Spritzentherapie angehen sollte. Ich fühlte mich nicht gut und nahm gegen das hohe Fieber Ibup. Tabletten. Gott sei Dank hatte ich im Büro Kunden (ein Energiemediziner aus Tettnang), mit dem ich dann auch privat sprechen konnte (nicht nur geschäftlich). Er sagte mir auf den Kopf zu: Sie haben doch keine MS! Ich untersuche sie gerne kostenlos und beweise es Ihnen. Es war hochinteressant auf was er mich testete (hatte früher eine Zecke am Kopf, verschiedene unnütze Impfungen, welche MS auslösen konnten usw.) Inzwischen wollte der Neurologe die Dosis erhöhen und ich hab die teuren Spritzen einfach vernichtet. Seit 2 Jahren nehme ich nichts mehr, bin geheilt, mir geht es gut und der Neurologe hat sich in der ganzen Zeit nicht gemeldet. Ich bin sicher, dass es bei mir der Stress war und ich jetzt viel gelassener geworden bin, die Ernährung habe ich auch umgestellt, Fleisch muß nicht mehr sein, viel frisches BIOfood und wenig Alkohol. Sport ist super gut und gute Gedanken über sich selbst. Die Macht der Gedanken sind nicht zu unterschätzen und „you get what you give“. Ich bin dankbar für all die Erfahrungen und kann nur jedem Hoffnung machen: MS ist heilbar, auch wenn das kein Schulmediziner bestätigen würde.

  4. andrea ade sagt:

    Vielen Dank für diese umfangreichen Informationen. Bin selber seit 1990 erkrankt und habe es 20 Jahre geschafft, damit gut zu leben. Doch dann kippte mein Leben und somit auch der Gesundheitszustand. Das haben Sie mit gestern im Kölner Treff nochmal deutlich vor Augen geführt, wieviel Macht der Kopf doch hat …
    Danke, auch für den download und ich habe sie verlinkt, das ist hoffentlich in Ordnung

    Andrea Ade

  5. Louise Lunghard sagt:

    Nach Terry Wahls müssen nicht nur Milchprodukte, Eier und Zucker aus der Ernährung verschwinden, sondern vor allem auch Getreide, auch glutenfreies. Weiterhin ist wichtig Mengen an Gemüse (Blattgrün, schwefelreiches und buntes Gemüse) zu essen. Dazu kommt täglich Fleisch oder Fisch. Ich habe selbst MS und stelle fest, dass mein Arm brennt, mein Kopf vernebelter ist und das Laufen schwerer wird, wenn ich Hafer (oder welches Getreide immer) gegessen habe. Ich mache das nicht mehr und bin jetzt nach Wahls bei der ketogenen Ernährung angelangt. Da in MS für Anfänger davon die Rede ist, dass Sie Hafer essen, möchte ich auf Wahls hinweisen. Mit den Fleischmengen bin ich mir auch nicht sicher. Wahls beharrt aber darauf, obwohl sie im Ursprung Vegetarierin war.

    Gruß von Louise

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