Drogen und Design

Das Hauptproblem ist und bleibt, dass die Mehrzahl unserer Wahlberechtigten intellektuell komplett unbewaffnet sind (wie auch circa 98% unserer „Intellektuellen“) und nicht mal wissen, was sie wissen müssten, schon gar nichts Detaillierteres. Zum Beispiel Wichtiges über so was Ödes wie Studiendesign, Endpunkte und Datentransparenz. Merke daher, sehr kurz: Die Rohdaten aller Medikamentenstudien gehören grundsätzlich immer den Studienbetreibern. Auftraggeber (z. B. Staaten) oder Zulassungsbehörden dürfen sich diese Daten nicht mal ansehen und die kurzgefassten (tatsächlichen oder angeblichen) Studienergebnisse auch nicht von eigens berufenen Experten prüfen lassen. Im Fall der „Schweinegrippe“-Pandemie dauerte es 10 Jahre, die Studienrohdaten aus den Studienbetreibern = Impfstoffherstellern herauszuklagen, um dann festzustellen, dass der für Unmengen Milliarden angeschaffte Impfstoff – nichts nützt. (Bei Bedarf nachzulesen in der Cochrane Collaboration oder am besten gleich ausführlich bei deren ehemaligem Chef, bei Peter Goetzsche).

Dieser alltägliche Riesenskandal ist nichts Neues. Aber Big Pharma hat ausreichend nun mal ausreichend Lobbyisten, um diesbezüglich alle Gesetzesänderungen zu verhindern. (Und ausreichend Lobbyisten, um ein gescheites Lobbyregister zu verhindern, unseres befindet sich knapp unterhalb des Niveaus von hochkorrupten Bananenrepubliken).

Derzeit wäre es aber noch wichtiger als ohnehin schon, hier energisch der „weißen Mafia“ (Frank Wittig) das Handwerk zu legen. Denn auch bei unserem heißersehnten und allein seligmachenden neuen Covid-Impfstoff, unserem einzigen Retter vor lebenslangem Maskentragen und Wohnen in Isolationshaft, gelten die gleichen kriminellen Regeln wie bei allen anderen Studien. (Vom Haftungsausschluss mal ganz zu schweigen). Man könnte darüber sehr unfreundlich schreiben, Haddocks Schimpfwörter wären sämtlich zur Verwendung freigegeben. Aber man kann ja auch ganz freundlich, wenn man vom Fach ist:

„Aus diesen Gründen lehnen Doshi und Topol auch eine Aussage ab, dass ein so zugelassener Impfstoff »wirkt«. Ein solches Urteil setze voraus, dass die meisten Menschen nicht mehr Gefahr laufen, ernsthaft zu erkranken. Das ist jedoch nicht das, was nach diesem Studiendesign ableitbar ist, so die Autoren. (…) Die Studien sollten sich auf einen relevanten klinischen Endpunkt konzentrieren. Dies wäre die Reduktion des Risikos für mittelschwere und schwere Formen von Covid-19. Es sei noch nicht zu spät für die Unternehmen, dies zu tun, so Doshi und Topol, und die FDA wäre gut beraten, eine Anpassung der Studiendesigns zu fordern.“

Denn, Money Quote, Hervorhebungen von mir: „Schließlich geben die Kritiker zu bedenken, dass es dem gesunden Menschenverstand widerspreche, eine Studie mit 30.000 oder 44.000 Personen bereits nach nur etwa 150 Covid-19-Fällen abschließend zu bewerten, auch dann, wenn das statistisch begründbar ist. Dies gelte umso mehr, wenn die Studien über ihre Zwischenanalysen hinaus weitergeführt würden. Hunderten von Millionen von gesunden Menschen auf der Grundlage solch begrenzter Daten einen Impfstoff zu geben, erfordere einen echten Vertrauensvorschuss, so die Autoren.“

Der Vertrauensvorschuss für die Pharmaindustrie ist offenbar enorm. Wie kommt das nur? (Spoiler: siehe oben, Lobbyregister, fehlendes).

Und wieso interessiert das keinen? Case closed, Kreis auch: Offenbar kann niemand mehr denken, lesen und rechnen. Das staatliche Schulsystem hat ganze Arbeit geleistet.

Wer noch lesenschreibendenken kann, lese die paar angehängten Betrachtungen und denke sich selbst was.

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/endpunkte-der-phase-iii-corona-impfstoffstudien-hinterfragt-120717/

Dieser Beitrag wurde unter Krankensystem abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.