Lars von Gore, erledigter Fall

Fehler. Antichrist gesehen. Weil ich Lars von Trier früher mochte. Widerwärtiger Film. Aber nicht so vergleichsweise harmlos widerwärtig wie Saw und Konsorten, sondern noch viel widerwärtiger. So was sehen sich Cineasten an, richtig? Im Rollkragenpulli, mit Kinnbärtchen und Brille? Daumen und Zeigefinger nachdenklich am Kinn, raunend von tieferer Bedeutung? Ehrlicher wär´s – für den Filmschaffenden wie seine Anhänger, man träfe sich zuerst zum Youporn-kucken und danach zu einer Runde Texas Chainsaw Massacre, aber das ist natürlich keine Kunst.

Was finde ich eigentlich gestörter? Die sogar für abgestumpft Gore-gestählte Empfänger brechreizerregenden Schockbilder, die einzig die tiefsitzende Verhaltensstörung des verklemmten Publikums bedienen, oder die haarsträubende „tiefere Bedeutung“. Was sagt uns der Künstler und aggressive Selbsttherapeut mit diesem sehr persönlichen Zelluloid-Bekenntnis, außer, glasklar: „Frauen sind krank, verderbt, teuflisch und gemeingefährlich, und zu helfen ist denen sowieso nicht, selbst wenn Mann sich dazu herablässt, sie nach Gutsherrenart zu vögeln“? Nee, Patient Lars, das kommt von so weit unterhalb des Stammtischs, da fällt wirklich kein Lichtstrahl mehr hin.

Wer Probleme mit Mutti hatte oder hat (mit welcher Mutti auch immer): Eminem hören. Erste CD. Das muss allemal reichen.

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