Geistiges Eigentum ist Diebstahl (Künstlerdämmerung #12)

Die verdammt lustige Sitcom Arrested Development (hierzulande nicht vermittelbar wegen Wachstumsstörung des Publikums) ist gestern in den USA via Netflix in die vierte Staffel gestartet und binnen der ersten 24 Stunden gleich 100.000mal geklaut worden – respektive kostenlos weitergegeben via Torrent-Sites. Das liest sich harmlos, verglichen mit der knappen Million Flashmob-Raubzüge gegen die dritte Staffel von Game of Thrones vor sechs Wochen, sollte dem einen oder anderen aber doch zu denken geben. Sogar dem einen oder anderen Kreativen. Denn üblicherweise erklärt man hohe Torrent-Raten damit, dass Programme von den über den Globus verstreuten Interessenten entweder gar nicht zu empfangen sind oder zu einem „gefühlt“ zu hohen Preis. Der allerdings beträgt für die ganze AD-Staffel im günstigsten Fall schlappe 7,99 US-Dollar (die normalen Preise für einzelne TV-Episoden betragen bei amazon oder iTunes meist 1.99). Wenn nun im Netflix-flächengedeckten Amiland bereits bei diesem Spott- und Kampfpreis aus zahlenden Zuschauern scharenweise Zaungäste werden, darf der heimische Kreative vorwärts schauen und schon mal vorsichtig antesten, ob bei den Eltern ab 2014, 15 vielleicht doch noch ein Zimmer frei wäre. Oder 1,99 Zimmer, weil ja auch die Schwiegertocher und die Enkel irgendwo bleiben wollen …

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